Akupunktur

Die Akupunktur ist ein Teil der beinahe 5.000 Jahre alten Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der chinesischen Philosophie.

Nach dieser chinesischen Philosophie bedeutet Gesundheit, dass der Körper sich in seinem energetischen Gleichgewicht befindet. Das Qi (Lebensenergie) ist ausreichend vorhanden und kann sich ungehindert und harmonisch im Körper bewegen und wirken. Das gegensätzliche Paar Yin und Yang befindet sich ebenso im Gleichgewicht. Je nach angeborener Konstitution eines Individuums, seiner individuellen Qi-Ressourcen und seiner Lebensumstände kann der Körper durch bestimmte Faktoren aus dem Gleichgewicht geraten. Als Ursachen kommen in Frage:

Trauma (Verletzung oder Unfall)

Bewegungsmangel oder Überbelastung

Fütterungsfehler: Je nach Konstitutionstyp ist nicht jedes Futter für jedes Tier geeignet, was der eine verträgt,
kann den anderen auf Dauer krank machen.

Eindringen äußerer krankmachender Faktoren: Wind, Kälte, Feuchtigkeit, Trockenheit oder Hitze
Auch Infektionen werden diesem Punkt zugeordnet.

Emotionale Probleme durch Stress, Frustration, Angst, Trauer, nicht artgerechte Haltung,
zu strenge Behandlung, nicht geklärte Rangordnung oder Langeweile.

 

Bei der Akupunktur geht es darum, den Qi-Fluss des Körpers zu harmonisieren und damit dem Körper die Möglichkeit zu geben, wieder ins energetische Gleichgewicht zu kommen.

Mit Hilfe der TCM lassen sich bereits Störungen im Qi-Fluss erkennen, bevor sich eine Erkrankung auf der körperlichen Ebene manifestiert. Erkrankungen kann also mit Hilfe der TCM wirksam vorgebeugt werden.

Das Qi des Körpers fließt unter anderem in bestimmten Leitbahnen, den Meridianen, die nach den inneren Organen benannt sind, mit denen sie in direkter Verbindung stehen. Auf diesen Meridianen befinden sich definierte Akupunkturpunkte, meist an der Körperoberfläche, über die man das Qi beeinflussen und so auch direkt auf die inneren Organe einwirken kann. Im Falle eines Mangels (Leere) kann man das Qi über bestimmte Punkte und Techniken stärken oder im Falle eines Überschusses (Fülle) kann man Qi ableiten. Bei Stauungen im Meridianverlauf (Schmerzen), zum Beispiel nach Verletzungen, kann man die Leitbahn wieder durchgängig machen. Hierzu bedient man sich meistens feiner Nadeln, jedoch auch Laser und Akupressurtechniken werden angewendet.

Erkrankungen für Akupunktur-Anwendung:

chronische Viruserkrankungen der Katze zur Steigerung der Abwehr

Altersbeschwerden

Erkrankungen der Atemwege

Entzündungen und Schmerzen von Gelenken, Hüftgelenksdysplasie,
Bandscheibenbeschwerden, Spondylosen, Cauda-Equina-Syndromatik

Scheinschwangerschaften

Hauterkrankungen

Inkontinenz der kastrierten Hündin oder des Rüden, chronische Cystitis, Nierenerkrankungen

Erkrankungen das Verdauungstraktes

Verhaltensprobleme: Nervosität, Ängstlichkeit, Unsauberkeit, Automutilismus
(Selbstschädigung z.B. durch exzessives Benagen)

 

Akupunktur verkürzt die Rekonvaleszenz nach chirurgischen Eingriffen und verbessert die Ergebnisse.

Zunächst erfolgt die Anamnese (Befundaufnahme) mit der Vorgeschichte des Tieres und eine allgemeine Betrachtung des äußeren Körpers. Zusätzlich wird die Form und Farbe der Zunge und die Qualität des Pulses beurteilt. Bestimmte diagnostisch wichtige Akupunkturpunkte werden auf ihre Druckempfindlichkeit und mögliche Strukturveränderungen untersucht. Aus den gefundenen Veränderungen ergibt sich dann die Diagnose und das Behandlungskonzept, das heißt welche Akupunkturpunkte zur Behandlung in Frage kommen. Die Akupunkturnadeln verbleiben zwischen 15 und 30 Minuten in den Punkten. Eine Sitzung dauert mit Diagnosstellung und Behandlung ca. 45 Minuten.